Krankenhaushygiene im Krankenhaus Maria-Hilf
Patientensicherheit und Infektionsschutz sind von enormer Bedeutung im Gesundheitswesen. Ein großes Problem stellt hierbei das zunehmende Auftreten von Krankheitserregern dar, die mit Antibiotika nicht mehr oder unzureichend behandelbar, also resistent sind. Der mittlerweile bekannteste Vertreter ist der sogenannte MRSA (Methicillin resistenter Staphylokokkus aureus), dessen Vorkommen in Deutschland mit den Jahren trotz aller Präventionsbemühungen und Hygienemaßnahmen immer noch zugenommen hat. Immer mehr Menschen müssen sich mit diesem Krankheiterreger auseinandersetzen, beispielsweise beim Besuch eines Patienten im Krankenhaus (Aufforderung Schutzkleidung zu tragen und nach dem Besuch die Hände zu desinfizieren) oder manche waren auch schon selbst betroffen und haben die Problematik am eigenen Leib erlitten
MRSA
Der MRSA ist ein Bakterium, das nahezu überall vorkommen kann, besonders im Nasen-Rachenraum und auf der Haut von Menschen. MRSA kann durch direkten Mensch-zu-Mensch Kontakt übertragen werden oder über Wunden oder Schleimhäute in den Körper gelangen. Unter bestimmten Bedingungen, wie bei einer geschädigten Haut oder einer Abwehrschwäche können Entzündungen also Infektionen entstehen. In diesem Fall sind für die Behandlung Medikamente nur noch eingeschränkt verfügbar. Deshalb sollen MRSA-Besiedlungen bei Menschen mit besonderen Risiken verhindert werden. Dringt der Keim aber durch offene Wunden etwa bei Operationen und dem Legen von Kathetern in die Blutbahn ein, kann dies zu Infektionen bis hin zum Tod führen.
Menschen mit einem intakten Immunsystem, die mit dem MRSA besiedelt sind, gefährdet der Keim nicht.
Infektionsschutz
Das Krankenhaus und arbeitet eng mit dem Gesundheitsamt zusammen und nimmt am EurSafety Health-net teil. Das Hauptziel des EurSafety Health-net Projektes ist die Stärkung der Patientensicherheit und der Schutz vor Infektionen.
Das ?EurSafety Health-net? zählt zu den teuersten EU-geförderten grenzüberschreitenden Projekten zwischen den Niederlanden und Deutschland. Es soll über die Grenze hinweg die Zusammenarbeit zum Schutz der Menschen vor Gefahren wie dem MRSA verstärken, aber auch Infektionen vermeiden, denen Patienten behandlungsbedingt ausgesetzt sind.
Eine Untersuchung auf MRSA wird bei Aufnahme in ein Krankenhaus empfohlen, wenn der Patient bestimmte Risikomerkmale aufweist:,
wie z.B.:
- Krankenhausaufenthalt in den letzten 6 Monaten
- Bewohner einer Altenpflegeeinrichtung
- chronische Pflegebedürftigkeit
- chronische, infizierte Wunde
- invasive Zugänge (Dauerkatheter, PEG ? Sonde)
- bekannter MRSA ? Trägern
- Kontaktpersonen (Mitpatienten, ggf. Angehörige) mit bekannter MRSA-Infektion
- Beruflicher Kontakt zu landwirtschaftlichen Nutztieren
- Beruflicher Kontakt zu Fleisch und Fleischprodukten
- Dialysepflichtigkeit oder
- Brandverletzung.
Gesetzliche Grundlagen
Wir möchten Sie darüber informieren, dass im Krankenhaus Maria-Hilf Gesetze, Richtlinien und Empfehlungen der Krankenhaushygiene umgesetzt werden. Die Hygieneregeln werden laufend überarbeitet und an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses weitergeleitet, um ein erfolgreiches Hygienemanagement im Krankenhaus aufrecht zu erhalten.
Die Beachtung und Einhaltung von Hygieneregeln im Krankenhaus ist von größter Bedeutung, um gesundheitlichen Schäden von Patienten, Personal und Besuchern abzuwenden. So können invasive Tätigkeiten wie z.B. Operationen als Eintrittspforte für Krankheitserreger dienen und sind daher unter strikter Einhaltung geeigneter Hygienemaßnahmen durchzuführen.
In medizinischen Einrichtungen besteht häufig ein enges Miteinander von Menschen, die eine übertragbare Erkrankung haben können und andere ? möglicherweise immungeschwächte ? Patienten anstecken können. Um die Weitergabe von Krankheitserregern zu verhindern, bedarf es daher der konsequenten Umsetzung von hygienischen Regeln und Handlungsanweisungen.
Die Verantwortlichen in der Krankenhaushygiene bestehen aus dem ärztlichen Direktor Herrn Dr. Völkert, dem Hygienebeauftragten Arzt Herrn Fleeth und der Fachkrankenschwester in der Krankenhaushygiene Frau Nabers. Des Weiteren ist seit Jahren eine Hygienekommission eingerichtet, die in regelmäßigen Abständen tagt und über hygienerelevante Fragen entscheidet. Prinzipiell ist jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin des Maria-Hilf Krankenhauses pflichtbewusst und sorgt für die Einhaltung der Krankenhaushygiene.
Kathrin Nabers

Fachkrankenschwester in der Krankenhaushygiene
Kathrin Nabers
Informationen
Externe Links:
www.wir-gegen-viren.de/content/index/7
www.nrz-hygiene.de/surveillance/kiss/hand-kiss
Filme:
- 30 Seconds-Händedesinfektion (Größe: 8,83 MB)
- Unsichtbare Killer (Größe: 4,20 MB)





